FDP Leipzig zu städtischer Grundstücksvergabe: Kriterienkatalog braucht Extra-Punkte für junge Leipzigerinnen und Leipziger

Bildquelle: Unsplash, Jakub Zerdzicki

Der wohnungspolitische Sprecher der FDP Leipzig, Daniel Mark, kritisiert den Kriterienkatalog der Stadt Leipzig zur Vergabe städtischer Eigenheimgrundstücke als sozial undurchdacht.

„Nach dem aktuellen Punktesystem erhält ein Paar im Alter von 49 Jahren mit 16- und 17-jährigen Kindern mehr Punkte als ein junges Paar Anfang 20, das eine Familie erst noch gründen möchte. Das ist ein Konstruktionsfehler“, so Mark.

In der Realität gelte häufig: erst passender Wohnraum, dann Kinder. Viele junge Leipziger leben in Zwei-Raum-Wohnungen und suchten zunächst größeren, familiengerechten Wohnraum. Der Kriterienkatalog berücksichtige jedoch vor allem bereits bestehende Familienkonstellationen – nicht die Perspektive künftiger Familien.

„Wenn wir Familiengründung in Leipzig fördern wollen, müssen wir auch diejenigen unterstützen, die sie planen. Sonst verfehlt die städtische Bodenpolitik ihren sozialen Zweck. Stattdessen könnte sich das eingangs beschriebene Mid-Ager-Paar, den Auszug der Kinder in wenigen Jahren bereits vor Augen, einen altersgerechten kleinen Bungalow ohne Kinderzimmer unter dem Rahmen der städtischen Förderung bauen. Das kann doch nicht gewollt sein.“

Der Sprecher fordert eine Überarbeitung der Vergabekriterien mit stärkerer Ausrichtung auf junge Haushalte und langfristige demografische Ziele. Die FDP Leipzig schlägt einen Alterskorrekturfaktor vor: Je jünger die Antragstellenden unter 35 Jahren sind, desto stärker soll dies positiv berücksichtigt werden.